Texte

Wonderland

21.06.2006 Frame 18/19 Sommer 06
Wonderland. Ein internationaler Überblick

Unweigerlich muss man an Henri Rousseau, den Zöllner denken, der als Autodidakt gemeinsam mit Paul Gauguin im Salon der Unäbgängigen in Paris ausstellte und mit seinem "naiven Realismus" Picasso oder Dadaisten wie Tristan Tzara begeisterte. Die in Wien lebende Künstlerin Ellen Semen (*1971) greift bisweilen Rousseaus Formensprache auf, nicht um unbefangen die Idylle der Welt, sondern Missverhältnisse in dieser aufzuzeigen. "Scharfe Schützen", so ein Bildtitel, setzt sie inmitten von Blumen und thematisiert (sexuelle) Gewalt, Krieg und die Heuchelei von Politik und Medien.

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Ganz normale Gewalt

21.06.2006 Verführerisches Wien, Gästejournal 2006/2007
Pressetext Galerie Ernst Hilger

In ihren aktuellen Bildern thematisiert Ellen Semen die beängstigende massenkulturelle Dauermobilisierung des Krieges.

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Les tourments du corps humain

11.05.2006 La Libre Belgique
Claude Lorent

...Ainsi les petits dessins et les peintures de Ellen Semen, partagées entre les guerriers de dessins animés et les fleurs, jouent-ils de plusieurs registres non sans ironie, tout comme les maquettes un peu gauches, mal foutues, entre rêve paradisiaque et cimetière...

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Österreichische Kunst am oberen Tassenrand

01.04.2006 Pressetext
Francis Feidler, Kurator der Ausstellung

Eine Ausstellung im Rahmen der Österreichischen Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union 2006

mit Hermann Nitsch, Franz West, Günter Brus, Arnulf Rainer, Erwin Wurm, Adolf Frohner, Elke Krystufek, Manfredu Schu, Oswald Oberhuber, Marco Lulic, Karin Frank, Ellen Semen, Eva Schlegel, Aglaia Konrad, Thomas Stimm, Casaluce-Geiger, Michaela Moscouw, G.R.A.M.

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Ellen Semen

04.03.2006 Wiener Zeitung, Galerie
Iris Meder

Geboren 1971 in Hamburg, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Malerei bei Peter Chevalier von 1993 bis
1999; Kunst und Intermediales Gestalten bei Sotorius Michou, Kunstakademie Stuttgart 1999 bis 2001; Akademiepreis der Kunstakademie Stuttgart für Malerei 1999; verschiedene Ausstellungen und Projekte.

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NON-STOP

02.06.2005 springerin Heft 2/2005
Ronald Düker

...Die Wienerin Ellen Semen ist unter anderem mit einer Serie kleinformatiger Collagen vertreten, in denen Krieg und Tötung keineswegs als hässliche Vorgänge erscheinen. Camoufliert von floralen Ornamenten, wirken Semens Miniatursoldaten und Waffen wenig gefährlich, obwohl sie doch offenbar keineswegs ihrer Bestimmung enthoben sind. Das Bild «Wenn eh die Bombe» zeigt, wie eine maskierte Kriegerin in einem schwarz glänzenden Gewand ihre futuristisch anmutenden Schusswaffen auf eine Figur abfeuert, die mit ihren fliegenden Rockschößen am ehesten der Dada-Bildsprache der zwanziger Jahre abgeschaut zu sein scheint.
Beide Figuren agieren in einem Feld entlaubter Bäume, denn am Horizont findet ein Spektakel statt, das in seiner ästhetisch-moralischen Ambivalenz gleichsam zum Sinnbild für das vergangene Jahrhundert geworden ist: Der Blitz einer detonierenden Atombombe sorgt für einen künstlichen Sonnenuntergang.
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